Erfolgsmodell Typo3
Unter den Open-Source-CMS ist Typo3 nicht nur das bekannteste, es ist auch Marktführer in Deutschland und Europa, gewissermaßen das Persil oder Nivea unter den lizenzfreien CMS-Systemen. Und das unter ganz anderen Bedingungen. Als nicht kommerzielle Software hat sich Typo3 einzig und allein durch überzeugende Leistung — nicht durch einen millionenschweren Werbeetat — durchgesetzt. Allein im deutschsprachigen Raum gibt es 49 Dienstleister (Web-Agenturen) für Typo3, eine Anzahl, die kein anderes Open-Source-System auch nur annähernd erreicht.
Erfolgreiche Werbung mit bekannten Zeitgenossen — man denke beispielsweise an Beckenbauer, Gottschalk, Jauch — ist nicht der Sachkenntnis der Werbefiguren hinsichtlich des zu bewerbenden Produktes, sondern einzig deren Prominenz geschuldet. Diese Werbemethode unterstellt implizit, dass die Endverbraucher nicht unbedingt unter der Last ihrer Intelligenz zusammenzubrechen drohen.
Was ist die beste Werbung für Typo3? Schlicht die Tatsache, dass das System, ohne kommerziell beworben zu werden, seit Jahren auf Wachstumskurs ist und dabei immer noch besser und erfolgreicher wird. Abseits der Werbung wird Typo3 natürlich in den einschlägigen Fachkreisen analysiert und bewertet. Und zwar durchgängig sehr positiv. So schreibt beispielsweise Matthias Koch von der Uni Cottbus: "Aufgrund seiner Leistungsfähigkeit kann Typo3 als vollwertige Alternative zu kommerziellen proprietären Lösungen selbst in umfangreichen Web-Projekten eingesetzt werden."
Die Unterscheidung zwischen interessengelenkter Werbung und unabhängigen Expertenurteilen ist uns sehr wichtig, macht sie doch deutlich, dass Typo3 seinen ausgezeichneten Ratingplatz ausschließlich objektiven Kriterien verdankt.